Unsere Forderungen
Seit den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts haben die Generationen vor uns und wir, mit und an der Autobahn A8 München Salzburg zu leben. Der anstehende Ausbau der Autobahn bietet die einmalige, historische Gelegenheit, die Belastungen des sprunghaft angestiegenen Verkehrsaufkommens für die unmittelbar an der Autobahn lebende Bevölkerung nachhaltig zu verbessern.
Die Bürgerinitiative A8 Rohrdorf – Achenmühle, für eine lebenswerte Zukunft in unserer Heimatgemeinde e. V. erkennt den, zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, den zum Einbau von Entwässerungsanlagen und den zur Herstellung von dringend erforderlichen Lärmschutzanlagen, notwendigen Ausbau der A 8 an.
Um eine lebenswerte Zukunft in unserer Heimatgemeinde für uns und unsere Kinder zu sichern, fordert die Bürgerinitiative jedoch für alle betroffenen Ortsteile zusätzliche, über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehende bauliche Lärm- und Immissionsschutzmaßnahmen ein. Der Erhalt von Flora und Fauna sowie eine größtmögliche Schonung des Landschaftsbildes müssen beim Autobahnausbau fortschrittlich und zukunftsorientiert umgesetzt werden. Die in der beabsichtigten Ausbauplanung enthaltenen Maßnahmen werden der besonderen, einzigartigen, landschaftlich sensiblen Lage z. B. des Ortsteils Achenmühle in keinster Weise gerecht.
Für Rohrdorf fordern wir den zusätzlichen Einbau einer Lärmschutzeinrichtung zwischen den Richtungsfahrbahnen, offenporigen Asphalt ohne Anrechnung auf die rechnerische Lärmreduzierung und die ortsbildgerechte Einbindung der Lärmschutzbauwerke durch standortheimische Bepflanzung.
Achenmühle liegt mit seiner Wohnbebauung unmittelbar an der Autobahn an.
Die Kessellage im Talbereich der Rohrdorfer Achen, zwischen dem nördlichen Moränenrücken der von Apfelkam über Höhenmoos, Acherting bis Frasdorf verläuft und den südlich ansteigenden Hängen des Samerbergs von Entbuch, Taffenreuth bis über den Höhenrücken von Ranhartstetten, erfordert außergewöhnliche bauliche Maßnahmen um den durch den Autobahnverkehr besonders beeinträchtigten Ortsteil, mit seinen an den Hängen gelegenen Weilern schützen zu können.
Um in diesem Bereich einen fortschrittlichen, zukunftsorientierten und nachhaltigen Lärmschutz und für den landschaftlich besonders empfindlichen Eingangsbereich zur Tourismusregion Chiemgau eine größtmögliche Schonung des Landschaftsbildes zu erreichen, sind Einhausungen der Autobahn in Form von Grün- bzw. Landschaftsbrücken im Abschnitt zwischen Apfelkam bis Daxa unerlässlich.
- Die Wertminderung an Immobilien und die Wohnstandortnachteile können ausgeglichen werden. Wertvolle Innenbereichsflächen können verdichtet baulich genutzt werden, letzteres ist landesplanerisches Ziel von hoher Priorität.
- Auf den Überbrückungsflächen können notwendige Verkehrswege ohne zusätzlichen Grunderwerb und ohne zusätzliche kostenintensive Ingenieurbauwerke wie Brücken und Unterführungen angelegt werden.
- Durch den Autobahnverkehr verursachte Luftschadstoffe wie Stickstoffdioxide und Feinstaub können sich nicht ungehindert auf das bewohnte Gebiet ausbreiten.
- Erforderliche Böschungsanlagen bringen undefinierbare Schallausbreitungen und Schallreflexionen mit sich.
- Einhausungsbauwerke können langfristig als Böschungssicherung in geologisch schwer zu stabilisierenden Bereichen eingesetzt werden.
- Die vielfältige Flora und Fauna unserer Voralpenlandschaft kann geschont und erhalten werden, die erheblichen Eingriffe in das empfindliche Landschaftsbild am Tor zum Chiemgau können weitgehend reduziert und sogar beseitigt werden. Der Tunnel Reinertshof an der A7 bei Füssen z. B. wurde zum Schutz des Landschaftsbildes errichtet.
- Die landschaftlichen Grundlagen für eine Belebung von Tourismus und Fremdenverkehr als zusätzliches wirtschaftliches Standbein gerade für unsere landwirtschaftlichen und gewerblichen Betriebe in der Region, können gesichert werden. Imagegewinn- Werbung für unsere Region: Landschaftsbrücken Chiemgautor. S. Fotomontage.
- Auch für den Bund ergibt sich aus der historischen Linienführung eine Vorbelastung. Oberste Baubehörde im Internet zur Geschichte des Autobahnbaus: „Die Linienführung wurde landschaftlich so exponiert gelegt, dass dem Kraftfahrer auch die Schönheit des bayerischen Oberlandes mit Blick auf die Alpenkette und den Chiemsee erschlossen wurde.“ Daraus entsteht für den Bund eine historische Verpflichtung beim Ausbau den Landschaftsschutz über die Maßen zu betonen.
- Die weiter von der Autobahntrasse entfernten, bebauten Ortsbereiche und die höher gelegenen Weiler können einen zukunftsorientierten, nachhaltigen und allumfassenden Lärmschutz erhalten. Anger: Lärmbelastung der höher gelegenen Orte in der Presse durch Hr. Lichtenwald anerkannt.
- Die begrenzte Liegezeit des offenporigen Asphalts bringt immer wieder Erneuerungen des Belages mit sich. Die Autobahn wird eine ständige Baustelle sein und bleiben. Dabei ist mit erheblichen Belastungen im Umfahrungsverkehr in den Dörfern zu rechnen. Dies trifft gerade für Achenmühle zu, denn die Umfahrungsstrecke, die Kreisstraße RO 5, führt parallel zur Autobahn mitten durch den Ort.
All diese Punkte sollen Ihnen Argumente an die Hand geben, die unsere Forderungen unterstützen.
Bürgerinitiative A8 Rohrdorf - Achenmühle
Für eine lebenswerte Zukunft in unserer Heimatgemeinde e. V.